Dienstag, 1. April 2014

Technik, wo bist du?

Technik, wo bist du?



Warum ein Bezahlsystem für das World Wide Web in Deutschland im Journalismus fehlt


Vom World Wide Web erfuhr ich 1996 von einem
Ingenieur von Siems Nixdorf. Der erzählte mir
davon ganz aufgelöst. Meine ersten Kontakte
knüpfte ich im damals noch übersichtlichen Internet
nur mit US-Amerikanern Ende der 90er Jahre. Noch
auf einer Floppy lud ich die Daten eines Tom an der
Uni und ließ mich im Rechenzentrum beraten. 1997/98
stellte ich dann meine eigenen Artikel und Pressefotos
für meine eigene Website mit eigener Domain - heute
eine Rarität ! - zusammen. Ein halbes Jahr Arbeit
war das nur für das Layout und die Erstellung des Logos.
In einem HTML-Kurs hatte ich einen Studenten
kennengelernt, der mir alles in Hypertext Markup Language
schrieb. Es war sehr aufregend, als ich online ging. Noch gab
es damals kaum deutsche Websites. Ich bekam nette
Zuschriften per Mail als Reaktion und Internet-Zeitschriften
machten sogar "Werbung" für mich. Aber es gab auch
unliebsame Überraschungen. Meine Fotos wurden öfters
einfach aus Unwissenheit geklaut und auf privaten und
kommerziellen Seiten veröffentlicht. Ein Grafiker nahm
sich sogar die Freiheit, ein Foto für ein Video als Cover
verwenden zu wollen. Mir flatterte sogar die Pressemittelung
ins Haus. Da ich Geld verdienen wollte, bot ich meine
Foto-CD's zum Kauf an. Aber da ich keine Online-Bezahlsystem
hatte, lief das schlecht. Bis heute haben auch Verlage noch
kein zuverlässiges System, wo User einen Text kaufen können.
In wenigen Schritten. Nicht jedem liegt es, nur über
aberwitzig hohe Klicks sich über Youtube oder Google
mehr schlecht als recht über Wasser zu halten. Zudem
müssen alle Rechte an den eigenen Werken abgegeben
werden. Etwas, dass den meisten Deutschen nicht gut
gefällt. Heute kann jeder etwas publizieren, ohne dafür
bezahlen zu müssen oder dafür ausgebildet zu sein. Sei
es im Texten als Blogger oder bei Youtube als mehr
oder minder Kreativer mit einem Filmchen. Nicht
eingerechnet sind da die sozialen Netzwerke. Bei Twitter
profilieren sich Stars mit Selfies, selbst geschossenen
Bildern per Smartphone. Nicht immer zu deren Vorteil.
Die MusikerInnen oder SchauspielerInnen sind nun
einmal keine Medienprofis. Sehr spannend finde ich,
dass manche TV-Sender oft noch während der Übertragung
auf Facebook oder Twitter mitverfolgen, was die User
so über deren Diskussion denken. Aber auch mancher
hat sich schon bei Twitter beschwert, dass ein TV-Sender
ihm die Anmoderation "gestohlen" hat. Also der Tweet
wurde zweckentfremdet, ohne die Quelle zu nennen.
Die vielen Möglichkeiten, sich zu äußern - auch über Foren,
in denen es um Gesundheit oder Waren geht - haben etwas
zutiefst Basisdemokratisches. Trotzdem tummeln sich dort
auch Narzissten, die zum Teil süchtig nach der bunten
Online-Welt sind. Ich blogge, also bin ich? Das Leben
findet draußen statt. Dennoch möchte ich die Technik
nicht missen, nur ein gutes Bezahlsystem für Journalisten,
das sollte es geben. Es kann nicht sein, dass erfahrene
RedakteurInnen gratis ihre Arbeit zur Verfügung stellen
müssen. Diese Texte und Fotos von Profis sind einfach
mehr wert. Qualität muss ihren Preis haben und manche
Verlage sind auf dem richtigen Weg.
(c) Corinna S. Heyn



Montag, 25. Juni 2012

Telekom Speedstick LTE zum mobilen Surfen

Mit dem Highspeed-Stick ins Internet


Keine Probleme mit anderen Ländern oder Netzen 


Der neue Telekom Speedstick LTE sieht zwar ein wenig wuchtig aus,
ist aber sehr schnell und zuverlässig. Mit ihm gibt es keine Probleme mehr
in grenznahen Regionen zu anderen Ländern wie Deutschland und der 
Schweiz, dass sich der Stick in das Datennetz des Nachbarlandes
einwählt. Der neue LTE ermöglicht eine Download-Geschwindigkeit
von bis zu 100Mbit/s. Vorausgesetzt die Rechnerleistung stimmt auch
passend dazu. Der mobile Surfstick für das Internet eignet sich für die
Betriebssysteme Windows 7 und Apple Mac OS 10.6 x, aber 
funktioniert auch mit anderen Betriebssystemen. Installiert werden muss
er nicht. Einfach in den USB-Anschluss einstecken und lossurfen.
Es gibt einen Steckplatz für die Nutzung externer microSD Speicherkarten
bis zu 32 GB. Software-Updates sind durch flashen möglich. Microsoft
Systemanforderungen sind Windows 7, Vista, Microsoft XP (jeweils
aktuellstes SP).
Netz-Features: UMTS, HSDPA, HSUPA, HSPA+, HSPA+ (Dual Carrier),
LTE (Long Term Evolution). 
Frequenzbqand: LTE 800, 1800, 2600 MHz
HSPA+ , HSPA, UMTS: 2100 MHz
EDGE; GRPS, GSM: Quadband: 850, 900, 1800, 1900 MHz
Software: Internet Browser IE, Firefox, Opera usw.
Hardware: USB Type A

Apple Macintosh Systemanforderungen:
Betriebssystem: Mac OS X 10.6.x (Snow Leopard) , 10.5x (Leopard), 10.4.9. (Tiger)
Browser: Safari, Firefox, Opera usw.
Hardware: USB 2.0 Type A

Auch SMS können mit dem Stick versendet werden. Direkt von der kleinen Telekom-Maske, mit der die 
Verbindung zum Inernet hergestellt wird.

Es gibt einen externen Antennenanschluss. Der Stick wiegt 40 Gramm.

Wer ihn erwerben will, kann zum Beispiel den web'n walk Connect XXL - Tarif wählen.








Donnerstag, 22. September 2011

Smartphone mit sensitivem Monitor

T-Mobile und Google sind eine Allianz in Sachen Smartphone eingegangen

Auffällig klein und samtig ist das G1 von T-Mobile und Google. Das Smartphone hat eine aufschiebbare Tastatur, die zum Eintippen jedweder Daten verwendet werden muss. Nur beim Telefonieren stehen zwei Optionen zur Verfügung: entweder die Eingabe der Zahlen über die Tastatur oder über den Screentouch mit den Fingern. Wer mit den Fingern wählen möchte, der lässt die Tastatur wo sie ist und berührt die großen, runden Zahlenfelder. Überhaupt ist das G1 intuitiv zu erfassen. Auch ohne Handbuch und Betriebsanleitung findet sich der User sehr schnell zurecht.
Bevor das internetfähige Mobiltelefon aber genutzt werden kann, muss ein Google-Mail-Konto eingerichtet werden. Das Betriebssystem nennt sich „Android“ und wurde von Google für Mobiltelefone und Smartphones entwickelt. Einen Zugriff auf die Daten des G1 per Computer gibt es nicht. Per Mini-USB kann nur auf den Speicher der SD-Card zugegriffen werden. Alles andere soll über Google abgewickelt werden. Damit unterscheidet sich das G1 in diesem Punkt wesentlich vom iPhone. Vertrieben wird das G1 über T-Mobile mit den Tarifen von T-Mobile. Die Verbindung ins Internet funktioniert über eine High-Speed UMTS-/HSDPA/HSUPA-Verbindung mit bis zu 7,2 MBit/s für den Download. Das Datenvolumen ist vom Anbieter auf ein Gigabyte pro Monat begrenzt. Die Micro-SD-Karte umfasst ebenfalls ein Gigabyte.
Angenehm ist der berührungsempfindliche Bildschirm zum Verschieben oder Vergrößern und Verkleinern von Texten und Fotos. Der Touchscreen reagiert sehr schnell. Der User muss also aufpassen, nicht zu schnell über den Monitor mit den Fingern zu gleiten. So positiv der Touchscreen auffällt, so umständlich ist es auf der Tastatur, die etwas versenkt ist, zu schreiben. Die Tasten sind recht klein, zudem stört rechts das erhöhte untere Teil des Smartphones.
Sehr praktisch sind dafür die Features wie Google Maps, wo über „Menü“ der Standort eingegeben oder eine Route berechnet werden können. Binnen kürzester Zeit hat das G1 den aktuellen Standort relativ genau ermittelt. Um eine Route berechnen zu lassen, muss dann doch die Tastatur aufgeschoben und die Orte eingetippt werden.  Es folgt eine Beschreibung mit Kilometerangaben und Hinweisen. Wer die Karte sehen möchte, kann sich beide Orte virtuell ansehen. Im Gegensatz zu einem Smartphone mit GPS wird der User nicht per Sprache durch das Verkehrsnetz geleitet, sondern muss sich die Hinweise immer wieder durchlesen.
Über einen Browser gelangt der Nutzer von der Startseite aus direkt zu Google, wo die gewünschten Suchbegriffe eingegeben werden können. Auch ein kleines pinkfarbenes Symbol mit „web’n walk“ führt direkt zu T-Mobile und einer Adressleiste, wo die URL direkt eingegeben werden kann. Selbstverständlich ist es auch möglich, nach Suchbegriffen zu fahnden. Einige Seiten sind auf Mobiltelefone abgestimmt und anders aufgebaut als über einen herkömmlichen PC und eine Internetverbindung. Spätestens beim Surfen im Internet wird klar, warum die Vergrößerungsfunktion per Fingerdruck auf die Plustaste so sinnvoll ist. Aufgrund des kleinen Monitors sind alle Informationen sehr klein dargestellt und die Leisten zum Eingeben von Informationen schmal. Diese Eingabeleisten werden orange umrandet, sodass der Benutzer immer weiß, wo er was hineinschreibt.
Die Tastatur ist zwar vom Haindling nicht ideal, doch ist die Anordnung der Symbole, Zahlen, Buchstaben und Sonderzeichen gut gemacht. Es gibt ein direkt anwählbares @-Symbol, eine Menü-Taste, eine Art Lupe und eine Löschtaste. Über „Menü“ kann beim Surfen im Internet ein Lesezeichen gesetzt werden. Ferner gibt es die Möglichkeit zum Aktualisieren der Site, eine Suchfunktion und sogar die Ansicht von verschiedenen Fenstern. Das heißt, mehrere besuchte Seiten können nebeneinander angesehen und hin- und her geswitcht werden. Das ist praktisch. Noch eine Besonderheit gibt es: Im Gegensatz zum iPhone können Texte problemlos kopiert und wieder eingesetzt werden. Auch mehrere Programme gleichzeitig zu steuern, ist machbar.
Alles in allem ist das G1 ein hippes, nützliches und sehr schmales Smartphone, das insbesondere für den Datenaustausch im Internet gedacht ist. Ein Audio-Player von guter Soundqualität ist ebenso vorhanden wie die Möglichkeit über Youtube angesagte Videos zu sehen. Damit ist das Smartphone eher etwas für jüngere User oder Internet-Freaks. Office-Anwendungen sucht der User vergeblich. Der Touchscreen funktioniert sehr einfach, dennoch wäre die zusätzliche Einblendung einer Tastatur auf dem Monitor wie bei anderen Geräten von HTC wünschenswert.
© Corinna S. Heyn

Technische Daten:
G1 Smartphone
Betriebssystem: Google Android
Google Mail, Google Kalender
Google Talk
Android Browser mit Zoom-Funktion
High-Speed UMTS/HSDPA/HSUPA mit bis zu 7,2 MBit/s (Download)
3,2“ sliding Touchscreen mit HVGA-Auflösung
192 MB RAM intern, bis zu 8 Gigabyte erweiterbar
3 Megapixel Kamera
Integrierter GPS-Empfänger
USB-Anschluss für Akku, Daten-/Audio-Übertragung
Audio-Player



Bildzeile: Das G1 von T-Mobile wurde in Zusammenarbeit mit Google von der Firma HTC entwickelt und hat einen eigenen Browser namens Android von Google. Ein Audio-Player ist integriert.
Foto: (c) Corinna S. Heyn